Meine  Wegbegleiter 

Ich bin allen Menschen dankbar, die mir auf meinem Weg begegnen, mich heraus fordern, mir Mut machen, die mich sehen und wahrnehmen und mich begleiten und unterstützen. 
Dazu zählen:

  • Meine Herkunftsfamilie, meine Eltern und Geschwister, meine eigene Familie und die Familie meines Mannes
  • Meine Freundinnen und Freunde
  • Meine Lektorinnen
  • Meine LehrerInnen, TherapeutInnen und ÄrztInnen, vor allem jene, die mich darin bestärkt haben, dass ich richtig bin, wie ich bin.

Hier widme ich mich einigen Menschen, die aus beruflicher Sicht einen besonderen Stellenwert für mich haben.

  • Bedingungslose Liebe
    Meinen Eltern danke ich die wertvolle Erfahrung, dass ich mit jedem Scheitern und allen Sorgen zu ihnen kommen konnte. Dies stärkte mein Vertrauen ins Leben und eröffnete mir das Bewusstsein, dass es keinen Grund gäben könnte, warum ich selbst und damit natürlich auch jeder andere Mensch nicht liebenswert sein könnte. Dieses Wissen habe ich in der Beziehung mit meinen engsten Familienangehörigen in meinem tiefsten Innersten erfahren und abgespeichert. Schicht für Schicht hat es sich im Laufe meines Lebens an die Oberfläche meiner Bewusstheit emporgearbeitet.
    Wir Menschen tun uns oft schwer, einander so zu lieben, wie wir sind und können das an uns selbst und aneinander ein Leben lang üben. Keine Bedingungen zu stellen, ist das Wesen der Liebe. 
    Die Liebe ist da. Sie ist immer da. Anders ist es von der Natur der Liebe aus gar nicht möglich.

  • Regelschullehrer mit viel Herz
    Eines meiner ersten pädagogisches Vorbilder in der Regelschule war Toni Rossak, der dort jahrzehntelang mit Engagement als Vollblut-Lehrer und Schulleiter aktiv war.
    Ihm verdanke ich auch meinen eigenen wichtigsten Entwicklungsschritt aus beruflicher Sicht, indem er mich als mein damaliger Chef einlud, mit ihm die Montessori-Ausbildung zu machen. Dass ich mich als frischgebackene Lehrerin dazu überreden ließ, lag an seiner sprühenden eigenen Begeisterung, denn ich hatte mir bis zu diesem Zeitpunkt noch kein positives Bild über die Montessori-Pädagogik gemacht.
    Mit seiner starken Energie bewirkte Toni als Schulleiter und Lehrer sehr viel. Er überzeugte den Gemeinderat, Montessori-Materialien für die Schule anzukaufen, organisierte viele Fortbildungen in Alternativpädagogik für seine Lehrerkollegen im Bezirk Ried im Innkreis und band die Eltern, ja die ganze Gemeinde in das Schulgeschehen mit ein. Vor allem gestaltete er seinen Unterricht aus der Beziehung zu seinen Schülern heraus. Montags unternahm er bei jeder Witterung einen "Stiefeltag" und verlegte den Unterricht in die freie Natur. Mit seiner Ziehharmonika sorgte er täglich für Musik und Gesang und ließ dabei den Spaß nicht zu kurz kommen. Immer wieder überraschte Toni mit neuen Projekten, für die er sich selbst mit einer Art kindlichen Neugier begeistern konnte. Ich weiß noch, wie es mich beeindruckte, als er eine Woche lang  im Keller der Schule bei Kerzenlicht unterrichtete, um mit den Kindern gemeinsam die Erfahrung zu machen, wie es sich ohne Strom anfühlt. Lange bevor ich mein erstes Hengstenberg-Seminar bei Ute Strub machte, faszinierte mich Toni mit seinem außergewöhnlichen Turnunterricht. Er baute gemeinsam mit den Schülern allen möglichen Geräte - oft in einer unüblichen Weise - auf, so dass die ganze Turnhalle wie ein riesengroßer "Selbsterfahrungs-Spielplatz" aussah, den die Kinder übrigens bei Schlechtwetter auch in den Pausen nutzen konnten. Toni ließ ihnen auf den Geräten ihre individuellen Erfahrungen machen und forderte sie mit speziellen Aufträgen zum Ausprobieren und Entdecken heraus. Alles war in Bewegung. Jedes Kind war bei sich und experimentierte mit seinem eigenen Körper. Niemand wurde verglichen und bewertet. Ich hatte nie zuvor gesehen, dass Turnunterricht auch so aussehen kann. 
    Jahrzehnte später hörte ich in Vorträgen vom Hirnforscher Prof. DDr.Gerald Hüther, wie wichtig Singen und Balancieren für die Gehirnentwicklung sei, und dass Lernen nur über Beziehung stattfindet. Toni ist inzwischen pensioniert, hält aber noch den Bewegungsunterricht in der Bildungswerkstatt Knittlingerhof.
    Auch oder gerade weil ich das Regelschulsystem als verkehrt ansehe, fühle ich mich mit vielen Menschen, die dort mit Engagement und Herz arbeiten, sehr solidarisch und zolle ihnen meinen Respekt. Ein System, das den Menschen auf Schiene bringen will, ist für jeden Beteiligten ungesund, weil wir alle einzigartig sind und unsere Potentiale zur Entfaltung bringen wollen.
    Neben Toni Rossak beeindruckten mich auch der ehemalige Bezirkschulinspektor RR Prof. Hans Ecker und Unv. Prof. Dr. Rupert Vierlinger, die ich beide persönlich kennen lernen durfte, durch ihre Menschlichkeit und ihr weises Wirken und Bewirken von Veränderungen im Regelschulsystem.

    Für mich gibt es gibt viele Möglichkeiten, die Welt zu verbessern. An dem Ort, wo uns das Leben hinführt, sind wir aufgerufen, dabei mitzuhelfen. Der wichtigste Beitrag ist für mich, sein eigenes Leben gut zu leben.
  • Unterstützung durch die Pikler-Arbeit
    Nach der Geburt unseres ersten Kindes suchte ich nach Unterstützung im Alltag mit einem Baby, die sich mit der Pädagogik Maria Montessoris vereinbaren ließe. Bei einem Vortrag von unserer heutigen Nachbarin, der Pikler-Pädagogin Christine Rainer fing ich Feuer für die Arbeit Emmi Piklers. Jahrelang besuchte ich eine Eltern-Jahresgruppe und SpielRaumgruppen, später eine Jahresgruppe für aktive Pädagogen bei Christine. Die Begleitung in der Müttergruppe war mir eine hilfreiche Unterstützung im Erziehungsalltag mit unseren Kindern, als sie Babys und Kleinkinder waren. Zweimal war ich selbst im Emmi-Pikler-Institut in Budapest, um mich dort für meine Arbeit weiterzubilden. 
  • Betreuung unserer Kinder in einer freien Schule
    Dass wir unsere eigenen Kinder in eine alternative Privatschule gaben, war ein mutige Entscheidung für meinen Mann und für mich, da wir beide damals in der Regelschule arbeiteten.
    Unsere Kinder wurden von 2006 bis 2017 in der  Bildungswerkstatt Knittlingerhof  von den dort wirkenden Betreuern empathisch begleitet und hatten in diesem Rahmen die Möglichkeit, ihre Potentiale zu entfalten. An diesen Erfahrungen wuchsen wir alle gemeinsam: Kinder, Eltern und Betreuer.
  • Unsere Kinder
    Meine wichtigsten Lehrmeister waren und sind unsere eigenen Kinder. Mit ihnen gemeinsam konnte ich wachsen, Theorie in die Praxis umsetzen, und diese erleben und fühlen.
    Dafür bin ich ihnen und dem Leben dankbar!