Meine pädagogischen Vorbilder

Es gibt sehr viele Pädagogen und große Denker, die ich sehr schätze. Hier zähle ich drei davon auf, die mir persönlich für die Begleitung unserer Kinder und für meine Arbeit sehr wichtig und hilfreich waren und sind.


Maria Montessori


An Maria Montessori schätze ich vor allem ihre Demut vor dem Kind. Ihre Materialien, die ihre naturwissenschaftliche Kompetenz wiederspiegeln, werden leider heute oft manipulativ eingesetzt, um das Kind zu puschen, dabei sollte sie eigentlich dem Kind dienen. 

 

"Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm erlauben, sich zu offenbaren."

Maria Motessori

 

Emmi Pikler

 

An Emmi Pikler schätze ich vor allem ihre Beobachtungsgabe, mit der sie den Säugling von Geburt an voll Respekt und Liebe wahrgenommen hat. Ihr verdanken wir einen Bewusstheitswandel in der Kleinkindpädagogik und ihre Erkenntnisse über die autonome Bewegungs- und Spielentwicklung der ersten Lebensjahre.

 

"Beobachte! Lerne dein Kind kennen! Wenn du wirklich bemerkst, was es nötig hat, wenn du fühlst, was es tatsächlich kränkt, was es braucht, dann wirst du es auch richtig behandeln, wirst du es richtig lenken, erziehen."

Emmi Pikler

 

Gerald Hüther

 

Der Neurobiologe Prof. DDr. Gerald Hüther gibt dem freien Spiel seinen wahren Wert und setzt sich mit seinen Büchern und Vorträgen intensiv dafür ein, dass es unseren Kindern und Kinderskindern erhalten bleibt.

Besonders schätze ich an ihm seine starke, gelebte Verbundenheit mit allen Menschen. Es ist ihm ein echtes Anliegen, dass wir uns selbst und jeden anderen Menschen in seiner Einzigartigkeit sehen und anerkennen.

Es berührt mich, wie Gerald Hüther mit sprühender Begeisterung seine wissenschaftliche Erkenntnisse verbreitet, um den Menschen Mut zu machen, dass es nie zu spät ist, eine hoffnungsvollere Zukunft zu beginnen.

 

"Für nichts lassen sich Menschen, auch schon als kleine Kinder, mehr begeistern als für das, was wir Glück nennen. Glücklich sind Menschen immer dann, wenn sie Gelegenheit bekommen, ihre beiden Grundbedürfnisse nach Verbundenheit und Nähe einerseits und nach Wachstum, Autonomie und Freiheit andererseits stillen zu können."

 

Gerald Hüther  aus: "Was wir sind und was wir sein könnten"

 

 

" (...) Worauf es beim Lernen ankommt: eigene Entdeckerfreude und Gestaltungslust. Deshalb ist Spielen allerhärteste Lernarbeit. (...)

Dieser Lernzugang über die Eigenmotivation, nach dem Motto Erfahrung macht klug, wird von Eltern und Bildungseinrichtungen immer seltener gesucht, so dass die Potenziale der Kinder im Leistungsdruck erstickt werden."

Frei nach Gerald Hüther im Gespräch mit Claudia Haase: "Wie funktioniert Lernen aus der Sicht der Hirnforschung?"